Software zur zentralen Verwaltung von BIM-Modellen: einfachere Zusammenarbeit und Zugriff auf digitale Modelle

Ingenieurin betrachtet ein 3D-BIM-Modell auf einem Tablet

In einem Bauprojekt mit mehreren Fachdisziplinen erstellt jedes Ingenieurbüro seine Modelle mit der eigenen Software. Der Architekt arbeitet mit Revit, das Tragwerksplanungsbüro mit Tekla, das Büro für Haustechnik mit einem dritten Werkzeug. Das Ergebnis: Dateien in unterschiedlichen Formaten, an unterschiedlichen Orten gespeichert, für unterschiedliche Personen zugänglich. Die Koordination wird schnell kompliziert, und das Risiko, mit einem veralteten Stand zu arbeiten, besteht ständig. Eine Software, die auf die zentrale Verwaltung von BIM-Modellen ausgelegt ist, beendet diese Zersplitterung.

Warum verstreute BIM-Modelle Projekte ausbremsen

Wenn Modelle auf mehrere Werkzeuge und Server verteilt sind, kennt jeder BIM-Koordinator dieselben Probleme:

  • Ein unklarer Referenzstand: Wenn Dateien per E-Mail oder über unstrukturierte gemeinsame Speicherorte kursieren, weiß niemand sicher, welcher Stand der aktuelle ist.
  • Nicht abgeglichene Modelle: Ein Architekturmodell, das Anfang der Woche geändert wurde, ist am Freitag nicht zwingend im Tragwerksmodell berücksichtigt.
  • Konflikte und Nacharbeit: Solche Abweichungen verursachen vermeidbare Konflikte und Nacharbeiten, die Zeit und Geld kosten.
  • Beteiligte ohne Zugriff: Ein Bauherr, ein Bauleiter oder ein Gemeinderat hat nicht zwangsläufig eine BIM-Lizenz, um eine Revit-Datei oder eine native IFC-Datei zu öffnen.
  • Ein unvollständiges Bild des Projekts: Ohne Zugriff auf die Modelle sind diese Beteiligten auf Zusammenfassungen oder Screenshots angewiesen, die oft bereits überholt sind.

openBIM und das IFC-Format, der Schlüssel zur Interoperabilität

openBIM beruht auf offenen Standards, die von keinem Softwarehersteller abhängig sind. Sein Grundpfeiler ist das IFC-Format (Industry Foundation Classes), das von buildingSMART International entwickelt und gepflegt wird: Damit können in unterschiedlicher Software erstellte Modelle ihre Daten konsistent und nutzbar austauschen.

  • Unabhängigkeit von der Software: Ein als IFC exportiertes Modell lässt sich mit jedem kompatiblen Werkzeug ansehen, analysieren und kommentieren, ohne die ursprüngliche Software.
  • Langlebige Daten: Anders als proprietäre Formate, die sich mit jeder Softwareversion ändern, ist IFC ein stabiler Standard, der die Modelle langfristig lesbar hält, auch für Wartung und Sanierung.
  • Eine gemeinsame Informationsquelle: Bauleitung, ausführende Unternehmen und Bauherr arbeiten mit derselben Quelle, was Missverständnisse verringert und den fachlichen Austausch verbessert.
Mehrere IFC-Modelle verschiedener Fachdisziplinen im Kroqi BIM-Viewer

Der Online-IFC-Viewer, ein BIM-Modell ohne Software ansehen

Ein Online-IFC-Viewer macht BIM-Modelle für alle zugänglich, ohne Softwareinstallation und ohne teure Lizenz. Über einen einfachen Webbrowser kann jeder berechtigte Beteiligte ein IFC-Modell öffnen, in 3D durch das Gebäude navigieren, Bauteile identifizieren, deren technische Eigenschaften lesen und zu prüfende Punkte kommentieren.

Der Bauherr greift direkt auf das Modell zu, statt Zusammenfassungen mit statischen Screenshots zu erhalten, und stellt seine Fragen im Kontext. Freigabebesprechungen werden effizienter, weil alle zur gleichen Zeit dasselbe sehen.

Auf der Baustelle ruft ein Vorarbeiter die Details eines technischen Punkts auf dem Smartphone ab, ohne auf eine Antwort des Ingenieurbüros angewiesen zu sein. Technische Informationen gelangen direkter von der Planung in die Ausführung.

IFC-Struktur und Objekteigenschaften im Kroqi BIM-Viewer

Die konkreten Vorteile einer zentralen Modellverwaltung auf einer BIM-Plattform

  1. Der richtige Stand: Alle Modelle liegen in einem einzigen Bereich mit Versionierung. Der zuletzt freigegebene Stand ist sofort erkennbar und für alle berechtigten Beteiligten zugänglich.
  2. Keine großen Dateien mehr per E-Mail: Anhänge werden durch Links zur Plattform ersetzt.
  3. Zugriff für alle Beteiligten: Jeder kann die Modelle ansehen, auch ohne Softwarelizenz.
  4. Nachvollziehbarkeit: Änderungen werden nachverfolgt, mit vollständigem Versionsverlauf.
  5. Weniger Konflikte: Unstimmigkeiten zwischen Modellen verschiedener Fachdisziplinen nehmen ab.
Schnittansicht eines BIM-Modells im Kroqi Viewer

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CDE und DMS, das Fundament des BIM-Dokumentenmanagements

Im Rahmen der Norm ISO 19650 heißt die BIM-Kollaborationsplattform CDE, Common Data Environment, auf Deutsch gemeinsame Datenumgebung. Zusammen mit einem DMS bildet sie das Fundament des Dokumentenmanagements im Projekt:

  • CDE: der einheitliche digitale Raum, in dem alle Projektinformationen erfasst, verwaltet und zwischen den Beteiligten verteilt werden. Es verwaltet die Modelle und strukturierten Daten.
  • Definierte Status: Das CDE ist nicht nur ein Speicherort, es organisiert Informationsflüsse nach Status (in Bearbeitung, zur Koordination geteilt, veröffentlicht, freigegeben).
  • DMS: Das Dokumentenmanagementsystem verwaltet den Lebenszyklus der Projektdokumente (Ausführungspläne, Berechnungen, Verträge, Protokolle) in einem gemeinsamen, versionierten Bereich.
  • Eine einzige Umgebung: Grafische und dokumentarische Informationen sind am selben Ort verfügbar, mit denselben Zugriffsrechten und derselben Nachvollziehbarkeit.

Man sucht keinen Plan mehr im E-Mail-Postfach und kein Protokoll auf einem Netzlaufwerk: Alles liegt an einem Ort, strukturiert und aktuell.

Kroqi, eine Plattform zur zentralen Verwaltung und Weitergabe Ihrer BIM-Modelle

Kroqi ist die vom CSTB entwickelte BIM-Kollaborationsplattform, die openBIM-Standards nativ integriert. Sie funktioniert als vollständiges CDE und bündelt alle IFC-Modelle und Dokumente eines Projekts in einem strukturierten Bereich, auf den alle Beteiligten per Browser zugreifen können, ohne spezielle Software zu installieren.

Der integrierte BIM-Viewer ermöglicht es, IFC-Modelle direkt in der Plattform anzusehen, in 3D zu navigieren, Objekteigenschaften zu lesen und über Anmerkungen im BCF-Format (BIM Collaboration Format) zusammenzuarbeiten, die direkt an Modellelementen verankert sind. Zusammen mit dem integrierten DMS bringt er Modelle, Pläne und technische Dokumente im selben Projektbereich zusammen.

Die Datenhaltung in Frankreich ist ein prägendes Merkmal von Kroqi und besonders wichtig für öffentliche Projekte und Aufträge mit Anforderungen an die Datensouveränität. Für Teams, die eine kollaborative BIM-Software suchen, die einfach einzuführen, mit offenen Standards kompatibel und auf französische Bauprojekte zugeschnitten ist, ist Kroqi eine stimmige und zugängliche Lösung.

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