BIM für Sanierungsprojekte: Koordination und Verwaltung von Bestandsgebäuden verbessern
Ein bestehendes Gebäude zu sanieren ist oft komplexer als ein Neubau. Sie arbeiten an einer vorhandenen, teils schlecht dokumentierten Realität, und schon beim Öffnen der Wände tauchen Überraschungen auf. Die Originalpläne sind unvollständig, die Aufmaße der technischen Netze ungenau, und die Gutachten häufen sich, noch bevor die Arbeiten beginnen. Ohne das passende Werkzeug wird die Koordination zwischen allen Beteiligten schnell zur Herausforderung. BIM in Verbindung mit einer leistungsfähigen Kollaborationsplattform liefert eine strukturierte Antwort auf diese Schwierigkeiten.
Die Besonderheiten eines Sanierungs- oder Umbauprojekts
Ein Sanierungsprojekt unterscheidet sich in einem wesentlichen Punkt vom Neubau: Sie gehen vom Bestand aus, und der Bestand ist selten das, was man sich erhofft hat.
- Unzuverlässige Originalpläne: Sofern vorhanden, entsprechen sie oft nicht mehr dem tatsächlichen Gebäude, weil Änderungen im Lauf der Jahre nicht dokumentiert wurden.
- Gutachten, die zusammengeführt werden müssen: Technische Gutachten (Asbest, Blei, Tragwerk, Energieeffizienz) liefern Informationen, die integriert und miteinander verknüpft werden müssen.
- Ein oft genutztes Gebäude: In Schulen, Büros oder Wohnanlagen ändern sich die zugänglichen Bereiche, Termine hängen von der Nutzung ab und die Schnittstellen zwischen den Gewerken müssen präzise geplant werden.
- Viele Beteiligte: Bauherr, Architekt, Bauleitung, Ingenieurbüros für Tragwerk und Haustechnik, Gutachter, Abbruchunternehmen, Ausbaugewerke und BIM-Koordinatoren.
Alle brauchen unterschiedliche Informationen zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Ohne einen zentralen Raum werden diese Informationsflüsse zur dauerhaften Quelle von Fehlern und Zeitverlust.
BIM für die genaue Kenntnis des Bestandsgebäudes
Der erste Beitrag von BIM zu einem Sanierungsprojekt ist ein verlässliches Modell des Gebäudes, so wie es tatsächlich existiert. Es vereint 3D-Aufmaße, Daten aus technischen Gutachten und Informationen aus den Originalplänen und wird zur gemeinsamen Grundlage aller Planungs- und Ausführungsentscheidungen.
So werden Zwangspunkte schon vor der Bauphase sichtbar: Der Architekt prüft die Machbarkeit der geplanten Umbauten, das Ingenieurbüro analysiert die Wechselwirkungen zwischen neuen Anlagen und bestehenden Netzen, der Bauleiter plant die Arbeiten unter Berücksichtigung der realen Hindernisse. Im Bauverlauf fortgeschrieben, wird das Modell bei der Übergabe zum digitalen DOE (der Dokumentation der ausgeführten Bauwerke), das dem Bauherrn für Betrieb und Instandhaltung übergeben wird.
Alle Beteiligten eines Sanierungsprojekts effizient koordinieren
Ein Dutzend Beteiligte arbeitet mit unterschiedlichen Werkzeugen, Terminen und Informationsbedürfnissen am selben Gebäude. Ein geänderter Plan, der die ausführenden Firmen nicht erreicht, ein aktualisiertes Gutachten, das im Tragwerksmodell fehlt, eine Entscheidung aus der Baubesprechung ohne schriftliche Spur: All das erzeugt kostspielige Fehler. Eine kollaborative BIM-Plattform bietet dagegen:
- Einen einzigen Projektraum: Alle Informationen sind gebündelt und für jeden Beteiligten entsprechend seinen Rechten zugänglich.
- Kontrollierte Versionen: Modelle und Dokumente sind versioniert, und alle arbeiten stets mit der letzten freigegebenen Version.
- Abstimmungen an den Dateien: Fachliche Abstimmungen bleiben den jeweiligen Dateien zugeordnet, statt in getrennten E-Mail-Verläufen verloren zu gehen.
- Nachvollziehbare Freigaben: Jede Änderungsentscheidung während der Bauphase wird dokumentiert (wer was wann und auf welcher Grundlage freigegeben hat), was alle Beteiligten schützt und den Umgang mit Forderungen erleichtert.
Der Online-IFC-Viewer: universeller Zugriff auf die Modelle
Der Architekt arbeitet mit Revit, das Tragwerksbüro mit Tekla, das Haustechnikbüro mit wieder einer anderen Software. Ohne gemeinsamen Viewer braucht jeder Beteiligte die passende Software, um die Modelle einzusehen. Ein in die Plattform integrierter Online-IFC-Viewer beseitigt dieses Hindernis:
- Keine Fachsoftware nötig: Alle Beteiligten greifen, unabhängig von ihrem Werkzeug, direkt über den Browser auf die Modelle zu.
- Vollständiges Lesen der Modelle: Jeder kann IFC-Dateien öffnen, die Eigenschaften der BIM-Objekte lesen, die Fachdisziplinen überlagern und Elemente kommentieren, die zu prüfen oder zu ändern sind.
- Ein eingebundener Bauherr: Ein Immobilienleiter oder Portfolioverantwortlicher verfolgt den Planungsstand und stimmt Planungsentscheidungen zu, ohne eine BIM-Software zu beherrschen, und hinterlegt seine Anmerkungen direkt im Modell.
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BIM-Dokumentenmanagement: die Informationen eines Sanierungsprojekts ordnen
Originalpläne, technische Gutachten, Planungsunterlagen der Bauleitung, Prüfberichte, Verwaltungsunterlagen, Subunternehmerverträge, Besprechungsprotokolle: Ein Sanierungsprojekt erzeugt viele Dokumente. Das in die Plattform integrierte Dokumentenmanagement ordnet sie in einer Ordnerstruktur, die das Projekt widerspiegelt. Jedes Dokument hat eine Historie (Upload-Datum, Autor, Vorgängerversionen): Bei Streitfällen oder Prüfungen lässt sich der Stand der Dokumentation zu einem bestimmten Zeitpunkt wiederfinden.
Der Zugriff ist rollenbasiert: Ein Subunternehmer hat keinen Zugriff auf die Finanzdokumente, ein externer Gutachter sieht nur die Elemente, die ihn betreffen. Diese feine Rechteverwaltung begrenzt die Verbreitung sensibler Informationen und vereinfacht die Zugriffsverwaltung für das Projektteam.
Kroqi zur Steuerung Ihrer BIM-Sanierungsprojekte
Kroqi geht direkt auf die Koordinationsanforderungen von Sanierungsprojekten ein. Die Plattform bündelt digitale Modelle und technische Dokumente in einem einzigen Projektraum, auf den alle Beteiligten über einen einfachen Browser zugreifen, und der integrierte IFC-Viewer macht Sie unabhängig von Fachsoftware. Konkret können Sie mit Kroqi:
- Alte Pläne, Aufmaße, Gutachten und BIM-Modelle bündeln, in einem nach Projekten strukturierten Raum
- Die Versionen aller Dokumente und Modelle verwalten, mit vollständiger Änderungshistorie
- Jedem Beteiligten Zugriff geben auf die Informationen, die ihn betreffen, ohne vertrauliche Daten offenzulegen
- Freigaben und Planfreigaben verfolgen, um jede technische Entscheidung im Projektverlauf zu dokumentieren
- Ihre Daten in Frankreich hosten, auf einer vom CSTB getragenen Plattform
Für Bauherren, Architekten und Ingenieurbüros, die regelmäßig Umbauprojekte betreuen, bietet Kroqi die organisatorische Sorgfalt und die Datensicherheit, die diese komplexen Vorhaben verlangen. Entdecken Sie, wie die kollaborative BIM-Plattform Kroqi die Koordination Ihrer Sanierungsprojekte verändern kann.